Burnout II

Burnout – Modell der Erschöpfungsspirale nach Prof. Dr. Burisch  

1. Warnsymptome der Anfangsphase
a. Überhöhter Energieeinsatz
• Hyperaktivität
• Freiwillige, unbezahlte Mehrarbeit
• Gefühl der Unentbehrlichkeit
• Gefühl, nie Zeit zu haben
• Verleugnung eigener Bedürfnisse
• Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen
• Beschränkung sozialer Kontakte auf Klienten

b. Erschöpfung
• Nicht abschalten können
• Energiemangel
• Unausgeschlafenheit
• Erhöhte Unfallgefahr
2. Reduziertes Engagement
a. Für Klienten, Kollegen etc.
• Desillusionierung
• Verlust positiver Gefühle gegenüber Klienten
• Größere Distanz gegenüber Klienten
• Meidung von Kontakt mit Klienten oder Kollegen
• Aufmerksamkeitsstörungen in der Interaktion mit Klienten
• Verschiebung des Aktivitätsfokus von Hilfe auf Beaufsichtigung
• Bei Problemen erfolgt Schuldzuweisung an Klienten
• Höhere Akzeptanz von Kontrollmitteln wie Strafen oder Tranquilizer
• Stereotypisierung von Klienten, Kunden, Schülern etc.
• Vermehrte Verwendung von Fachjargon

b. Dehumanisierung gegenüber Anderen
• Unfähigkeit zu geben
• Kälte
• Verlust von Empathie
• Verständnislosigkeit
• Schwierigkeiten, Anderen zuzuhören
• Zynismus

c. Dehumanisierung in der Arbeit
• Verlust von Idealismus
• Desillusionierung
• Negative Einstellung zur Arbeit
• Widerwillen und Überdruss
• Unwillen, täglich zur Arbeit zu gehen
• Ständiges Kontrollieren der Uhrzeit
• Fluchtphantasien
• Tagträume
• Überziehen von Arbeitspausen
• Verspäteter Arbeitsbeginn
• Vorverlegter Arbeitsschluss
• Fehlzeiten
• Verlagerung des Schwergewichts auf die Freizeit, Aufblühen am Wochenende
• Höheres Gewicht materieller Gesichtspunkte für die Arbeitsunzufriedenheit

d. Erhöhte Ansprüche

• Konzentration auf die eigenen Ansprüche
• Gefühl mangelnder Anerkennung
• Gefühl, ausgebeutet zu werden
• Eifersucht
• Familienprobleme
• Konflikte mit den eigenen Kindern
3. Emotionale Reaktionen; Schuldzuweisung
a. Depression
• Schuldgefühle
• Reduzierte Selbstachtung
• Gefühle von Insuffizienz
• Gedankenverlorenheit
• Selbstmitleid
• Humorlosigkeit
• Unbestimmte Angst und Nervosität
• Abrupte Stimmungsschwankungen
• Verringerte emotionale Belastbarkeit
• Bitterkeit
• Abstumpfung, Gefühl von Abgestorben sein und Leere
• Schwächegefühl
• Neigung zu weinen
• Ruhelosigkeit
• Gefühl, festgefahren zu sein
• Hilflosigkeit, Ohnmachtsgefühle
• Pessimismus, Fatalismus
• Apathie
• Selbstmordgedanken

b. Aggression

• Schuldzuweisung an Andere oder an „das System“
• Vorwürfe an Andere
• Verleugnung der Eigenbeteiligung
• Ungeduld
• Launenhaftigkeit
• Intoleranz
• Unfähigkeit zu Kompromissen
• Nörgeleien
• Negativismus
• Reizbarkeit
• Ärger
• Defensive, paranoide Einstellungen
• Misstrauen
• Häufige Konflikte mit Anderen
4. Abbau
a. Kognitive Leistungsfähigkeit
• Konzentrations- und Gedächtnisschwäche
• Unfähigkeit zu komplexen Aufgaben
• Ungenauigkeit
• Desorganisation
• Entscheidungsunfähigkeit
• Unfähigkeit zu klaren Anweisungen

b. Motivation

• Verringerte Eigeninitiative
• Verringerte Produktivität
• Dienst nach Vorschrift

c. Kreativität
• Verringerte Phantasie
• Verringerte Flexibilität

d. Entdifferenzierung
• Rigides Schwarz/Weiß-Denken
• Widerstand gegen Veränderungen jeder Art
5. Verflachung
a. Verflachung des emotionalen Lebens
• Verflachung gefühlsmäßiger Reaktionen
• Gleichgültigkeit

b. Verflachung des sozialen Lebens
• Weniger persönliche Anteilnahme an Anderen oder exzessive Bindung an einzelne Personen
• Meidung informeller Kontakte
• Suche nach interessanteren Kontakten
• Meidung von Gesprächen über die eigene Arbeit
• Eigenbröteleien
• Fokussierung auf die eigene Person
• Einsamkeit

c. Verflachung des geistigen Lebens
• Aufgabe von Hobbys
• Desinteresse
• Langeweile
6. Psychosomatische Reaktionen

• Schwächung der Immunreaktion
• Schlafstörungen
• Alpträume
• Sexuelle Probleme
• Gerötetes Gesicht
• Herzklopfen
• Engegefühl in der Brust
• Atembeschwerden
• Beschleunigter Puls
• Erhöhter Blutdruck
• Muskelverspannungen
• Rückenschmerzen
• Kopfschmerzen
• Nervöse Ticks
• Verdauungsstörungen
• Übelkeit
• Magen- und Darmgeschwüre
• Gewichtsveränderungen
• Veränderte Essgewohnheiten
• Mehr Alkohol, Kaffee, Tabak oder andere Drogen
7. Verzweiflung

• Negative Einstellung zum Leben
• Hoffnungslosigkeit
• Gefühl der Sinnlosigkeit
• Selbstmordabsichten
• Existentielle Verzweiflung
 

(Quelle: Burisch, M. (2006). Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung. New York Berlin Heidelberg: Springer Verlag. S. 25 – 26.)    

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