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Hundehaarallergie

Hundehaarallergie oder „Was ist eigentlich mit all den Allergikern im Büro?“ Bei dem Gedanken an einen Hund im Büro, denken einige Menschen über mögliche allergische Reaktionen der Kollegen /Kolleginnen oder Kunden nach. In der Tat bestehen sogenannte Sensibilisierungen gegen Tierepithelien (Schuppen und Fell) im Allgemeinen und gegen Nager- Katzen-, Pferde- und Hundeepithelien im Besonderen. Die Sensibilisierungen können im Körper des betroffenen Menschen zu einer allergischen Reaktion führen, die wiederum eine fehlgeleitete Antwort des Immunsystems auf körperfremde, eigentlich unschädliche Substanzen ist. Die Sachfrage die es zu beantworten gilt ist, wie hoch die tatsächliche Erkrankungshäufigkeit, fachsprachlich die Prävalenz, dieser Erkrankung in Deutschland ist. Hierzu gibt eine Studie der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring des Robert Koch-Institut Aufschluss. Im Rahmen der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ wurde die Prävalenz von Sensibilisierungen gegen Inhalations- und Nahrungsmittelallergene untersucht. Die Studie wurde im Jahr 2013 veröffentlicht. Sie finden den Link zur Studie im Fuß dieser Seite. Interessant ist, dass eine Sensibilisierung in Abhängigkeit vom Geschlecht, Alter, Sozialstatus und der Region in der man lebt, unterschiedlich ausgeprägt ist.

 

Hundehaarallergie - Inhalationsallergene - Sensibilisierung gegen Hundeepithelien

 

Die Prävalenz im Fall einer Sensibilisierung gegen Hundeepithelien (Hundehaarallergie) verdoppelt sich nahezu bei Menschen mit einem sozioökonomisch hohen Status zu Menschen mit niedrigen Status. (Je höher der Status, desto anfälliger) Im Osten der Bundesrepublik gibt es geringere Erkrankungen als im Westen. Statistisch sind demnach Männer, zwischen 18 und 29 Jahren, mit hohem sozioökonomischem Status, aus einer Großstadt in NRW, besonders gefährdet.

 

Hundehaarallergie - Inhalationsallergene - Sensibilisierung gegen Hundeepithelien

 

Die Annahme, dass ein Bürohund bei sehr vielen Menschen eine „Hundehaarallergie“ auslöst, ist falsch. Das Robert-Koch-Institut hat in seiner Studie nachgewiesen (Abbildung 1 der Studie), dass 7% der erwachsenen Bevölkerung eine grundsätzliche Sensibilisierung gegen Hundeschuppen aufweist. Um diese Zahl richtig einschätzen zu können, muss man wissen, dass eine Sensibilisierung zwar vorhanden und mit entsprechenden Verfahren auch nachgewiesen werden kann, aber nicht automatisch zu einer allergischen Reaktion führt.

Lediglich zwischen 30 und 35 % der Betroffenen mit einer angezeigten Sensibilisierung zeigen allergische Symptome nach Hundeallergen-Exposition. (2)

 

Fazit:

A) Knapp 97% aller Mitarbeiter zeigen keine allergische Reaktion auf Hundehaare

B) Die Gefahr einer allergischen Reaktion der Mitarbeiter auf Hausstaubmilben ist rund 400% höher, als die Gefahr einer allergischen Reaktion auf Hundehaare  

 

Zur besseren Visualisierung der Zahlen haben wir die folgende Grafik erstellt:

 

Hundehaarallergie - Inhalationsallergene - Sensibilisierung gegen Hundeepithelien  

Anmerkung Unabhängig von statistischen Werten, ist jeder einzelne Fall einer allergischen Reaktion ernst zu nehmen und zu vermeiden. Betroffene und Verantwortliche müssen im Vorfeld zur Entscheidung einen Hund im Büro zuzulassen, das Thema klären und für den betroffenen Mitarbeiter eine Lösung finden. Ein möglicher Weg dabei ist beispielsweise, soweit vom Grundriss möglich, die Einrichtung einer hundefreien Zone im Unternehmen. Für den Fall, dass keine adäquaten Lösungen gefunden werden können, können die Mitarbeiter, das Unternehmen und der Hund die Vorteile eines Bürohundes nicht nutzen.

 

(1) Quelle Daten: Prävalenz von Sensibilisierungen gegen Inhalations- und Nahrungsmittelallergene Ergebnisse der Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1). Robert Koch Institut. Bundesgesundheitsblatt 2013 · 56:687–697 DOI 10.1007/s00103-012-1658-1, Online publiziert: 27. Mai 2013

(2) Weiterführende Berechnung Bundesverband Bürohund e.V. auf Basis der tatsächlichen allergischen Reaktionen (Zwischen 30% und 35%, Mittel: 32,5%) auf eine Sensibilisierung entsprechend Quellen: -Spitzauer S, Schweiger C, Sperr WR, Pandjaitan B, Valent P, et al. Molecular characterization of dog albumin as a cross-reactive allergen. J Allergy Clin Immunol 1994;93(3):614-27 -Haahtela T, Jaakonmaki I. Relationship of allergenspecific IgE antibodies, skin prick tests and allergic disorders in unselected adolescents. Allergy 1981;36:251-6 -Schou C, Defining allergens of mammalian origin, Clin Exp Allergy 1993,23:7-14    

 

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