Was ist ein Bürohund?
Ein Bürohund begleitet seinen Menschen regelmäßig oder zeitweise an einen Büroarbeitsplatz oder in eine vergleichbare Arbeitsumgebung. Dort verbringt er einen Teil des Arbeitstages.
Der Begriff beschreibt zunächst die Anwesenheit des Hundes im Arbeitsalltag. Eine gute Bürohundpraxis braucht zusätzlich passende Bedingungen für Unternehmen, Menschen und Hund.
Der Begriff beschreibt, dass ein Hund seinen Menschen an einen Arbeitsplatz begleitet.
Er bezeichnet keine Ausbildung, Prüfung oder besondere Aufgabe des Hundes. Auch eine bestimmte Wirkung auf Menschen oder Unternehmen gehört nicht zur Definition.
Was die Bezeichnung Bürohund aussagt
Der Begriff beschreibt einen Hund am Arbeitsplatz. Er sagt zunächst nichts darüber aus, wie oft der Hund mitkommt, wie groß das Unternehmen ist oder welche Funktion sein Mensch dort hat.
Auch ein Hund, der nur an einzelnen Tagen mitkommt, kann Bürohund sein. Maßgeblich ist, dass er seinen Menschen an einen Arbeitsplatz begleitet und dort Teil des Arbeitsalltags ist.
Am Arbeitsplatz
Der Hund hält sich während der Arbeitszeit in einem Büro oder einer vergleichbaren Arbeitsumgebung auf.
Mit seinem Menschen
Eine verantwortliche Bezugsperson begleitet den Hund und bleibt für ihn zuständig.
Teil des Arbeitstages
Die Anwesenheit kann regelmäßig oder gelegentlich sein und muss nicht den gesamten Arbeitstag dauern.
Ein Bürohund muss für uns nichts leisten
Er muss niemanden beruhigen, motivieren oder miteinander verbinden. Sein Wert hängt nicht davon ab, welche Wirkung seine Anwesenheit auf Menschen oder Unternehmen hat.
Was der Begriff nicht festlegt
Ein Bürohund braucht allein aufgrund dieser Bezeichnung keine besondere Ausbildung oder Prüfung. Der Begriff sagt auch nicht, wie viele Tage oder Stunden der Hund am Arbeitsplatz verbringt.
Therapie-, Assistenz- oder andere speziell eingesetzte Hunde haben eigene Aufgaben und Rahmenbedingungen. „Bürohund“ beschreibt zunächst den Hund im Arbeitsalltag.
Was ein guter Büroalltag mit Hund braucht
Die Definition ist einfach. Für den gemeinsamen Alltag reicht die Anwesenheit des Hundes allein nicht aus. Arbeitsaufgaben, Räume, Menschen und Hunde müssen zusammenpassen. Klare Zuständigkeiten und verständliche Regeln helfen dabei.
Unternehmen
Arbeitsaufgaben, Räume, Wege und betriebliche Abläufe bestimmen mit, was im jeweiligen Unternehmen möglich ist.
Menschen
Beschäftigte brauchen verlässliche Regeln. Schutzbedarfe und der Wunsch nach Abstand gehören in die Gestaltung.
Der Hund
Ruhe, Schlaf, Rückzug, Bewegung und die Möglichkeit, Kontakt zu suchen oder zu beenden, müssen zu ihm passen.
Der Alltag
Eine Bürohundregelung sollte beobachtet und angepasst werden, wenn sich Team, Arbeitsplatz oder die Situation eines Hundes verändern.
Drei Perspektiven gehören in dieselbe Entscheidung
Ein Bürohund ist zwar zunächst einfach ein Hund am Arbeitsplatz. Wie dieser Arbeitsplatz gestaltet wird, betrifft anschließend drei Perspektiven.
Ein Hund darf Menschen guttun. Er trägt keine Verantwortung dafür, dass ein Team funktioniert oder Menschen sich besser fühlen. Diese Verantwortung liegt bei uns Menschen.
Was Bürohunde möglich machen können
Bürohunde können den Arbeitsalltag auf unterschiedliche Weise verändern. Für Menschen mit Hund kann gemeinsame Zeit leichter werden. Im Team können neue soziale Kontakte entstehen. Unternehmen können eine konkrete Form von Vereinbarkeit ermöglichen. Auch für den Hund kann ein Bürotag wertvolle gemeinsame Zeit bedeuten, wenn Arbeitsplatz und Alltag zu ihm passen.
Für Unternehmen
Eine gelebte Bürohundregelung kann Vereinbarkeit sichtbar machen und für Beschäftigte mit Hund bei der Arbeitgeberwahl relevant sein.
Für Mitarbeitende
Gemeinsame Zeit, weniger externe Betreuung und zusätzliche Kontakte im Team können den Arbeitstag verändern.
Für Hunde
Für geeignete Hunde können gemeinsame Zeit, Wege nach draußen, vertraute Kontakte und viel Ruhe zu einem guten Bürotag gehören.
Die Forschung zu Hunden am Arbeitsplatz weist insgesamt in eine positive Richtung. Besonders das subjektive Stresserleben und soziale Interaktionen wurden bereits direkt untersucht.
Sie überlegen, ob Bürohunde zu Ihrem Unternehmen passen?
Vielleicht beschäftigen Sie sich zum ersten Mal mit dem Thema. Vielleicht planen Sie bereits die Einführung oder möchten eine bestehende Bürohundpraxis weiterentwickeln.
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