Bürohunde können mehr verändern als den Arbeitsalltag.
Mit Bürohunden verändert sich ganz Konkretes: Menschen mit Hund müssen Beruf und Hund nicht für den ganzen Arbeitstag getrennt organisieren. Unternehmen bieten damit eine konkrete Form von Vereinbarkeit. Im Team entstehen neue Anlässe für Begegnung. Hunde verbringen mehr Zeit mit ihrem vertrauten Menschen.
Damit daraus ein guter gemeinsamer Arbeitsalltag wird, müssen die Bedingungen für Unternehmen, Menschen und Hunde passen.
Bürohunde gehören zum echten Arbeitsalltag.
Vom inhabergeführten Unternehmen bis zur Universität gehören Hunde heute in sehr unterschiedlichen Organisationen zum Arbeitsalltag.
Die beiden Beispiele zeigen zwei unterschiedliche Wege, Bürohund in der Praxis zu leben.
Carsten Maschmeyer
Unternehmer und Investor
Videostatement zum Internationalen Bürohundtag 2026
Universität Koblenz
Gelebter Weg in einer größeren Organisation
Videostatement zum Internationalen Bürohundtag 2026
Was Bürohunde für Unternehmen, Menschen und Hunde bedeuten
Vereinbarkeit kann bei der Arbeitgeberwahl eine Rolle spielen.
Für Beschäftigte mit Hund ist eine Bürohundregelung kein gelegentliches Extra. Sie betrifft jeden Arbeitstag: Beruf und Hund müssen nicht mehr vollständig getrennt organisiert werden.
Für Unternehmen wird Hundefreundlichkeit damit im Arbeitsalltag erlebbar. Bei der Wahl eines Arbeitgebers kann die Möglichkeit, den Hund mitzubringen, eine Rolle spielen.
Mehr gemeinsamer Alltag. Weniger Trennung.
Der eigene Hund ist während eines Teils des Arbeitstages in der Nähe. Die Mittagspause kann zur gemeinsamen Runde werden, und gemeinsame Zeit beginnt nicht erst nach Feierabend.
Für diese Stunden entfällt die Organisation einer Betreuung an einem anderen Ort. Auch im Team können Hunde Menschen miteinander ins Gespräch bringen und soziale Kontakte fördern.
Mehr gemeinsame Zeit. Und Raum zum Ruhen.
Ob ein Bürotag zu einem Hund passt, hängt vom einzelnen Hund und vom Arbeitsplatz ab. Nähe zur vertrauten Person, gemeinsame Wege nach draußen und viel Ruhe können zu einem guten Bürotag gehören.
Der Hund braucht Rückzugsmöglichkeiten und die Möglichkeit, Kontakten auszuweichen. Für Hunde, denen längere Trennungszeiten schwerfallen, kann die gemeinsame Zeit besonders wertvoll sein.
Damit es für alle gut wird.
Beim BVBH wird Bürohund immer aus drei Perspektiven betrachtet. Betriebliche Interessen, die Menschen am Arbeitsplatz und die Bedürfnisse der beteiligten Hunde gehören in dieselbe Entscheidung.
Ein Hund darf Menschen guttun. Er trägt keine Verantwortung dafür, dass ein Team funktioniert oder Menschen sich besser fühlen. Diese Verantwortung liegt bei uns Menschen.
Zum gleichwertigen Wohle aller Welten.
Was die Forschung über Bürohunde zeigt
Die Forschung zu Hunden am Arbeitsplatz weist insgesamt in eine positive Richtung. Für das subjektive Stresserleben und soziale Interaktionen ist die direkte Forschung bislang am stärksten.
Positive Hinweise gibt es außerdem zu Arbeitsengagement, arbeitsbezogener Lebensqualität und Wechselabsicht.
Wie belastbar die einzelnen Ergebnisse sind, ordnen wir auf unserer Wissenschaftsseite ein. Dort verlinken wir auch die Originalquellen.
Sie möchten Bürohunde bei sich möglich machen?
Sie prüfen das Thema erstmals, planen bereits die Einführung oder möchten eine bestehende Bürohundpraxis weiterentwickeln?
Der BVBH unterstützt Sie beim nächsten Schritt.
Wir helfen Ihnen, Ihre Ausgangslage einzuordnen und einen tragfähigen Rahmen für Ihr Unternehmen, die Menschen am Arbeitsplatz und die beteiligten Hunde zu entwickeln.
Bereits eine etablierte Bürohundpraxis?
Arbeitgeberattraktivität und Vereinbarkeit
Für Beschäftigte mit Hund kann eine funktionierende Bürohundregelung einen hohen persönlichen Wert haben. Betreuung und Arbeitszeit lassen sich leichter miteinander verbinden. Gleichzeitig kann der Hund einen größeren Teil des Alltags mit seiner Bezugsperson verbringen.
Auch bei der Wahl eines Arbeitgebers kann diese Möglichkeit eine Rolle spielen. Wird Hundefreundlichkeit im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt, wird sie als Teil der Unternehmenskultur sichtbar.
Für Beschäftigte mit Hund kann die Bürohundregelung jeden Arbeitstag Teil der persönlichen Arbeitsorganisation sein.
Vom Interesse zur betrieblichen Praxis
Eine Bürohundregelung kann für Beschäftigte mit Hund attraktiv sein. Ob daraus im Unternehmen tatsächlich eine gute Lösung wird, hängt von der konkreten Arbeitswelt ab. Aufgaben, Räume, Menschen und Hunde unterscheiden sich.
Deshalb lohnt sich der Blick auf die Bedingungen, unter denen Bürohunde ihre Chancen entfalten können.
Hunde können soziale Kontakte fördern
Bürohunde können soziale Interaktionen am Arbeitsplatz fördern. Sie können Gespräche anstoßen und Menschen miteinander in Kontakt bringen, die im üblichen Arbeitsablauf wenig Berührung haben.
Damit berührt die Anwesenheit eines Hundes mehr als die persönliche Situation seiner Bezugsperson. Sie kann auch das soziale Miteinander im Arbeitsalltag verändern.
Die Perspektive des Hundes gehört dazu
Auch für einen Hund kann der Büroalltag wertvolle gemeinsame Zeit mit seiner Bezugsperson bedeuten. Voraussetzung ist, dass Arbeitsplatz und Anwesenheit zu diesem Hund passen.
Ruhe, Rückzug und eine verlässliche Bezugsperson gehören dazu. Auch die Zahl gleichzeitig anwesender Hunde, die Dauer der Anwesenheit und die Bedingungen am Arbeitsplatz müssen zu den individuellen Bedürfnissen passen.
Ein Hund darf Menschen guttun. Er trägt keine Verantwortung für Betriebsklima, Motivation oder Wohlbefinden.
Die Verantwortung für einen guten gemeinsamen Arbeitsalltag liegt bei uns Menschen.
Was die Forschung zeigt
Die Forschung zu Hunden am Arbeitsplatz weist insgesamt in eine positive Richtung. Vergleichsweise stark direkt untersucht sind das subjektive Stresserleben und soziale Interaktionen.
Positive Hinweise gibt es außerdem zu Arbeitsengagement, arbeitsbezogener Lebensqualität, organisationaler Identifikation und Wechselabsicht.
Für Produktivität, Fehlzeiten und tatsächliche Mitarbeiterbindung reicht die Forschung bislang nicht für allgemeine direkte Wirkungsbehauptungen. Es gibt jedoch wissenschaftlich nachvollziehbare mögliche Wirkpfade über Faktoren wie Arbeitsengagement und Arbeitserleben. Daraus lässt sich noch keine direkte Wirkung von Bürohunden auf diese Unternehmensgrößen ableiten.
Die einzelnen Studien unterscheiden sich in Aufbau und Aussagekraft. Auf unserer Wissenschaftsseite ordnen wir die Ergebnisse ein und verlinken die Originalquellen.
Im Unternehmen zählt der konkrete Kontext
Forschung zeigt, welche Wirkungen in Studien beobachtet wurden. Wie sich Bürohunde im eigenen Unternehmen auswirken, hängt zusätzlich von den Arbeitsaufgaben, den Räumen, den Menschen und den beteiligten Hunden ab.
Was im Unternehmen zusammenpassen muss
Eine funktionierende Bürohundpraxis braucht mehr als die Erlaubnis, einen Hund mitzubringen. Arbeitsaufgaben, Räume und Wege, Teamstrukturen, die Einstellung gegenüber Hunden und die Bedürfnisse der beteiligten Hunde beeinflussen, was im jeweiligen Unternehmen möglich ist.
Vor der Einführung braucht es klare Zuständigkeiten und verständliche Regeln. Auch persönliche Präferenzen und Schutzbedarfe der Beschäftigten gehören in die Vorbereitung.
Im Arbeitsalltag müssen Hunde Ruhe und Rückzug finden können. Gleichzeitig muss die Arbeit für alle Beteiligten verlässlich möglich bleiben.
Verändern sich Teams, Arbeitsplätze oder die Situation eines Hundes, kann auch der gemeinsame Rahmen angepasst werden.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?
Allgemeine Informationen können Orientierung geben. Für eine konkrete betriebliche Entscheidung zählen die Bedingungen vor Ort: Arbeitsaufgaben, Räume, Teams, vorhandene Erfahrungen und die beteiligten Hunde.
Auf unserer Unterstützungsseite können Sie auswählen, ob Sie das Thema zunächst prüfen, Bürohunde einführen oder eine bestehende Praxis weiterentwickeln möchten.
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